Ertappst du dich manchmal dabei, andere Unternehmer:innen für ihr Auftreten, ihr Wissen oder ihr Selbstbewusstsein zu beneiden? Falls ja: du bist definitiv nicht alleine. Das Gefühl, dass die anderen alle viel besser, überzeugender und weiter sind als du, kennen wohl alle Selbstständigen. Dass genau diese «Andersartigkeit» gleichzeitig deine Einzigartigkeit und grosse Stärke ist, geht dabei manchmal etwas vergessen. Doch darauf kommt es schlussendlich beim Personal Branding an: Versuche, den Fokus auf dich zu lenken, statt dich ständig mit anderen zu vergleichen.
In diesem Sinne möchten wir dir nochmals Schlüsselaspekte aufzeigen, die aus unserer Sicht ein authentisches und erfolgreiches Personal Branding ausmachen. Sie helfen dir, den Fokus bei dir zu behalten und dich erfolgreich zu positionieren – und zwar so, wie du bist.
Authentizität zulassen
Wie eingangs erwähnt ist der ständige Vergleich mit der Konkurrenz meist kontraproduktiv für den Aufbau deiner eigenen «Marke». Lasse dich inspirieren, aber nicht verunsichern. Es geht darum, den Charakter und die Werte von dir als Person hervorzuheben anstatt ein Wunschimage zu schaffen. Denn: Authentizität schafft Vertrauen und Glaubwürdigkeit.
Auf Konsistenz achten
Versuche, deinen Botschaften, den inhaltlichen Schwerpunkten und deinem Branding treu zu bleiben. Dies bedeutet, dass Sprache, Auftreten, Werte usw. in verschiedenen Kontexten und auf den bespielten Plattformen zusammenpassen. Klar: Es kann immer mal wieder zu Justierungen – gerade im visuellen Bereich – kommen. Und auch Werte dürfen sich im Laufe der Zeit verändern. Aber versuche, nicht zu oft zu wechseln und insgesamt deiner Linie treu zu bleiben. Im Hinblick auf das Erscheinungsbild helfen dir Moodboards oder Vorlagen (z.B. über Canva), damit die Konsistenz aufrechterhalten wird.
Zielgruppe im Auge behalten
Beim Personal Branding geht es zwar primär um dich als Person. Aber: Es ist ebenso wichtig zu verstehen, für wen du dein Business aufbaust und betreibst. Die Zielgruppe sollte klar definiert und die Branding-Aktivitäten darauf ausgerichtet sein, die Bedürfnisse und Interessen dieser Zielgruppe zu erfüllen. In folgendem Blogbeitrag findest du Vorlagen für die Erstellung von Persona.
Themenbereiche definieren und einplanen
Lege Themenbereiche fest, zu denen du dich als Expertin positionieren möchtest. Arbeite dazu am besten mit einem Content-Plan: Hier definierst du, welche drei bis vier grossen, strategischen Themen deine Fachexpertise umfassen. Dann brichst du diese Felder runter auf Jahres- und Monatsthemen und spielst sie – nochmals in komprimierter Form – in Beiträgen, Stories oder Podcast-Folgen aus.
Sichtbarkeit schaffen
Dies mag banal klingen, aber gerade für zurückhaltende, introvertierte Selbstständige kann dieser Aspekt mit hohen Hürden verbunden sein. Traue dich, dein Wissen, deine Erfahrungen und Geschichten zu teilen. Traue dich, dein Gesicht zu zeigen (im wortwörtlichen Sinn). Traue dich, auch mal in Videos aufzutreten. Taste dich wie immer Schritt für Schritt heran. Du brauchst nicht gleich ein Imagevideo von dir zu veröffentlichen. Starte damit, wenigstens auf deiner Webseite ein Portraitfoto von dir abzubilden.
Langfristig denken und in die Kundenbindung investieren
Erinnere dich immer wieder daran, dass aktuelle und ehemalige Kund:innen deine wertvollsten Partner:innen sind. Sie haben dir bereits ihr Vertrauen ausgesprochen, sie musst du nicht mehr überzeugen. Investiere aber unbedingt auch in sie und versuche, starke und langanhaltende Beziehungen aufzubauen. Dazu zählt, Kundenfeedback ernst zu nehmen, die Kundenreise als nie endend zu betrachten und dich auch bei ehemaligen Kunden:innen immer wieder in Erinnerung zu rufen.
In die Arbeit AM Business investieren
Wenn das Business richtig erfolgreich ist, läuft man manchmal auch Gefahr, die Metaperspektive zu vernachlässigen. Will heissen: Du arbeitest zwar intensiv an deinen Projekten, aber nicht mehr am Business selbst und an strategischen Fragestellungen. Nimm dir also unbedingt bewusst Zeitfenster raus, um dich der Arbeit AM Business zu widmen: Hinterfrage die Qualität deiner Arbeit. Schaue hin, was gut läuft und es Optimierungsbedarf gibt. Analysiere Prozesse und beobachte, wo deine Zeit und deine Finanzen hinfliessen und ob diese dort gut investiert sind. Nicht gerade für alle Lieblingsthemen, aber es lohnt sich. Und oftmals hilft ein neutraler, wohlwollender Blick von aussen. Wir unterstützen dich jederzeit gerne!
Zu guter Letzt: Personal Branding ist kein einmaliger Task, sondern ein fortlaufender Prozess, der sich über Jahre erstreckt. Es erfordert kontinuierliche Anstrengungen, um sich an verändernde Umstände anzupassen und weiterhin relevant zu bleiben. Sei dazu bereit und lasse dich nicht verunsichern, wenn du mal einzelne Elemente hinterfragst und gegebenfalls justierst.