Kommt dir der grosse, graue Elefant bekannt vor? Der direkt vor dir steht, einen mächtigen Schatten wirft und dich ganz schön einschüchtert? Die Rede ist von diesem einen Projekt oder von dieser einen Businessidee, die du schon länger mit dir herumträgst. Deren Umsetzung du aber nicht angehst, weil das Ganze so unerreichbar und kaum bewältigbar erscheint.
So viel vorneweg: Den Elefanten kennen auch Andrea und ich bestens. Er begleitet uns zuverlässig und ganz besonders jetzt, in der Aufbauphase unseres Vorhabens. Wir werden ihn nicht so schnell und wohl auch gar nie ganz los, dies ist uns allen klar. Aber wir können daran arbeiten, ihn nicht mehr als Bedrohung, sondern vielmehr als positive Herausforderung zu betrachten.
Der Schlüssel dahingehend ist, dass du losgehst und dir nicht zu viele (erdrückende) Gedanken darüber machst, was alles passieren könnte. Dass du dir kleine Zwischenziele setzt. Und mit Aufgaben beginnst, die dir vertraut sind und in Bereichen, wo du dich sattelfest fühlst. Danach kannst du dich langsam in Gefilde vorarbeiten, die nach Abenteuer riechen und deine Komfortzone ausweiten. So bleibst du motiviert, behältst Fokus und Flow bei und gehst immer mutiger deinen Weg. Es funktioniert – versprochen! Dann mal los…
Bereite dich auf die Reise vor, indem du sanft Routinen durchbrichst
Stosse kleine Veränderungen im Alltag an, verlasse hie und da deine Komfortzone: Laufe beispielsweise mal eine andere Joggingstrecke. Kaufe in einem unbekannten Laden ein. Sprich an einem Apéro jemand Fremdes an. Diese kleinen Experimente werden dir zeigen, dass es guttut, sich Unbekanntem und Neuem zu öffnen.
Reserviere dir klar definierte und konstante Zeitfenster
Um Konstanz aufzubauen, ist es wichtig, dass du dich regelmässig um deine Idee und dein Projekt kümmerst. Und zwar wirklich regelmässig. In Abständen von einer – höchstens zwei – Wochen. Zum Beispiel jeden Montagabend zwischen 19 und 21 Uhr oder jeden zweiten Sonntagnachmittag. Schaufle dir dieses Zeitfenster frei und behalte es frei, als wäre es ein Zahnarzttermin. Nur weitaus weniger schmerzhaft.
Lege dir ein attraktives, bedienungsfreundliches Tool zu
Schaffe eine passende Heimat für dein Projekt. Einerseits um Ideen und Inspirationen festzuhalten, andererseits um To-Do-Listen, Zwischenziele, Redaktionspläne und weitere Arbeitsdokumente gebündelt abzulegen. Mit Hilfe eines solchen Tools strukturierst du deine Arbeit und siehst auch sehr schön deine Fortschritte. Ich persönlich kann Trello (für Redaktionspläne, To-Do-Listen usw.) und Notion (geeignet für die gesamte Administration) sehr empfehlen.
Setze realistische, aber dennoch fordernde Zwischenziele
Zwischenziele helfen dir enorm beim «Abtragen» des Elefanten. Am besten versiehst du diese immer mit einem Datum und verbindest sie mit konkreten To-Do’s. Es müssen für den Start nicht viele solche Zwischenziele sein. Du kannst die Liste jederzeit ergänzen und erweitern.
Involviere Drittpersonen
Erzähle einer dir nahestehenden Person von deinem Projekt und vereinbare mit ihr, dass du sie regelmässig – zum Beispiel einmal monatlich – über deine aktuellen (Fort-)Schritte informierst. Du wirst dadurch einen ganz sanften Druck verspüren und viel eher am Ball bleiben. 😉
Mit diesem Vorgehen wirst du dich langsam heran tasten an den Elefanten – und ehe du dich versiehst, wirst du wieder ein Stück des Horizonts sehen. Just do it!